Ziele und Inhalte ambulanter Soziotherapie
 
Ambulante Soziotherapie nach § 37a SGB V ist eine klar umschriebene, sozialrechtlich definierte Leistung innerhalb einer ambulanten Akutbehandlung. Diese Leistung soll den besonderen Bedürfnissen schwer psychisch Kranker Rechnung tragen mit dem Ziel, schwerst erkrankte Menschen geeigneten Behandlungsformen zuzuführen und mit ihnen gemeinsam Möglichkeiten der sozialen Integration bzw. Reintegration zu erarbeiten.
 
Folgende Hauptziele für die ambulante Soziotherapie werden im Gesetzestext benannt:
 
(auch Vermeidung des sogenannten Drehtüreffekts)
 
Das bedeutet eine Verbesserung der Compliance, die zu anhaltender Medikamenteneinnahme, gleichzeitig durch häufige Kontakte zu den behandelnden Fachärzten zu weniger Wiedererkrankungen bzw. weniger schwer ausgeprägten Exazerbationen mit seltener Hospitalisierung führen soll.
 
Ambulante Soziotherapie kann verordnet werden, wenn stationäre Krankenhausbehandlung dadurch vermieden oder verkürzt werden kann oder wenn diese geboten, aber nicht umsetzbar ist.